Keyvisual Selbstanzeige Steuer CD

Was ist eine Selbstanzeige?

Die strafbefreiende Selbstanzeige

Oft kommt es zu folgender Situation:

Sie haben in Ihrer Steuererklärung Einkünfte, z.B. Kapitaleinkünfte, nicht erklärt und dadurch eine Steuerhinterziehung begangen. Nach mehreren Monaten oder Jahren kommen Ihnen Zweifel an Ihrem Verhalten.

Sie fragen sich nun:

Was kann ich tun? Wie soll ich mich verhalten?

Solche Situationen gibt es in vielen Lebenslagen. Sie kommen bei weitem nicht nur dann vor, wenn in den Nachrichten erneut von dem Ankauf einer weiteren Steuer-CD durch deutsche Finanzbehörden berichtet wird.

Die Lösung:

In Situationen wie diesen bietet die Abgabenordnung (AO) eine Möglichkeit, trotz begangener Steuerhinterziehung Straffreiheit zu erlangen. Straffreiheit wird bei Erstattung einer wirksamen Selbstanzeige nach § 371 AO gewährt.

Damit eine Selbstanzeige wirksam ist und tatsächlich Straffreiheit gewährt wird, müssen insbesondere folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Sie müssen gegenüber dem Finanzamt alle bisher nicht versteuerten Einkünfte offenbaren. Haben Sie z.B. in bisher abgegebenen Einkommensteuererklärungen gewerbliche Einkünfte und Kapitalerträge nicht erklärt, so sind Einkünfte aus Gewerbebetrieb und Einkünfte aus Kapitalvermögen nachzuerklären. Haben Sie z.B. bei mehreren Banken Kapitalerträge erzielt und bisher dem Finanzamt gegenüber nicht erklärt, so sind diese Erträge insgesamt nachzuerklären. Falls Sie an dieser Stelle nicht "vollständig reinen Tisch machen", ist eine Selbstanzeige unwirksam. Die begehrte Straffreiheit wird in diesen Fällen nicht gewährt.
  • Ferner darf die Steuerhinterziehung noch nicht entdeckt sein. Dies bedeutet, dass die Finanzbehörden keine hinreichenden Erkenntnisse über die durch Sie begangene Steuerhinterziehung haben dürfen.
  • Darüber hinaus wird Straffreiheit nur dann gewährt, wenn die nachzuzahlenden Steuern innerhalb einer angemessenen Frist auch tatsächlich an die Finanzverwaltung gezahlt werden.

Die Möglichkeit, im Falle einer Steuerhinterziehung durch eine Selbstanzeige Straffreiheit zu erlangen, besteht auch dann, wenn Ihnen momentan keine konkreten Zahlen über die Höhe der bisher nicht versteuerten Einkünfte vorliegen.

Hierzu beraten wir Sie gerne.

Welche Bankunterlagen wurden bereits ausgewertet?

Unterlagen folgender Banken wurden bereits durch die Fachanwälte von Steuerstrafrecht24.de im Rahmen von Selbstanzeigen ausgewertet:

Dänemark:

  • Jyske Bank A/S

Großbritannien:

  • Clydesdale Bank PLC

Liechtenstein

  • Liechtensteinische Landesbank AG

Luxemburg:

  • Banque et Caisse d´Epargne de l´Etat
  • Banque de Luxembourg AG
  • BCGE
  • BNP Paribas (vormals Fortis) AG
  • Commerzbank Luxembourg S.A.
  • Deutsche Bank Luxembourg S.A.
  • DekaBank Luxembourg S.A.
  • DZ Privatbank (vormals HypoVereinsbank / vormals Unicredit) S.A.
  • SEB Luxembourg S.A.
  • MM Warburg Luxembourg S.A.

Österreich:

  • Bank Austria AG
  • Raiffeisenbank Bregenz (registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung)
  • Raiffeisenbank Lech (registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung)
  • Salzburger Landes-Hypothekenbank AG
  • Raiffeisenbank Saalbach (registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung)
  • Sparkasse Oberösterreich AG
  • Bankhaus Jungholz
  • Kärntner Sparkasse AG

Schweiz:

  • Bank Leu AG
  • Banque Raiffeisen du Haut-Léman (Genossenschaft)
  • BSI (vormals Banquo del Gottardo / vormals WestLB Schweiz) AG
  • Commerzbank Schweiz AG
  • Credit Suisse AG
  • Deutsche Bank Schweiz AG
  • Frankfurter Bank AG
  • Graubündner Kantonalbank
  • HYPOSWISS Privatbank AG
  • Julius Bär AG
  • MM Warburg Schweiz AG
  • Neue Aargauer Bank AG
  • LGT Schweiz (vormals Dresdner Bank Schweiz) AG
  • MaerkiBaumann AG
  • Bank Sarasin AG
  • St. Galler Kantonalbank AG
  • Sydbank AG
  • UBS AG
  • Zürcher Kantonalbank
  • Privatbank Bellerive AG
  • Walliser Kantonalbank

Türkei:

  • Ziraat Bank International AG

Wie geht es nach der Abgabe einer Selbstanzeige weiter?

Sie haben sich dazu entschieden, den Weg in die Steuerehrlichkeit einzuschlagen und haben eine Selbstanzeige erstattet.

Das sich daran anschließende Verfahren verläuft in der Regel wie folgt ab:

Nach Eingang Ihrer Selbstanzeige wird durch die Finanzverwaltung ein Steuerstrafverfahren eingeleitet. Dies erfolgt von Amts wegen. Im Verlauf des Steuerstrafverfahrens wird geprüft, ob die Selbstanzeige wirksam ist.

Das für Sie zuständige Finanzamt wird auf Basis der nacherklärten Einkünfte neue Steuerbescheide erlassen. Die sodann festgesetzten "Mehrsteuern" werden mit einem Zinssatz von 6 % p.a. verzinst.

Die geänderten Steuerbescheide enthalten zudem die Frist, innerhalb derer die nunmehr zu zahlenden Steuern und Zinsen an die Finanzverwaltung zu entrichten sind. Diese Frist darf auf gar keinen Fall versäumt werden!

Am Ende des Steuerstrafverfahrens steht fest, in welcher Höhe Steuern hinterzogen wurden. Die Finanzverwaltung setzt dann Hinterziehungszinsen mit einem Zinssatz von 6 % p.a. fest. Anteilig werden die auf die vorher festgesetzten "Mehrsteuern" erhobenen Zinsen angerechnet.

Nachdem die Finanzverwaltung abschließend zu dem Ergebnis gelangt ist, dass die Selbstanzeige wirksam ist, erfolgt die Einstellung des Steuerstrafverfahrens.

Sie gelten dann weiterhin als unschuldig und nicht vorbestraft.


So erstatten Sie eine wirksame Selbstanzeige

Infografik: So funktioniert eine Selbstanzeige

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